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Grundgedanken.

Der Tomburger Ritterbund e.V. versteht sich als Jugendorganisation die einerseits ihre Wurzeln in der frühen Wandervogelbewegung sieht, anderseits bestrebt ist, sich den Herausforderungen der heutigen Zeit zu stellen und zeitgemäße Jugendarbeit zu leisten.

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Die Idee und der Plan zu diesem "Tomburger Ritterbund" entstand auf einer Wanderfahrt zur Tomburg in der Eifel, was sich in dem ersten Teil unseres Namens festmacht. Der zweite Namensteil, der Begriff "Ritterbund", steht für die innere Einstellung, die das Leben unseres Bundes beherrschen soll. In vollem Bewusstsein für die Problematik, in unserer heutigen Zeit einen Begriff wie Ritterlichkeit zum Bestandteil eines Namens zu erheben, haben wir uns aber dazu entschieden, in diesem Punkt keinen Kompromiss einzugehen sondern uns zu einer Ritterlichkeit, worunter wir eine innere adelige - edle- Haltung verstehen, die bestimmt sein soll für den Umgang miteinander und gegenüber Dritten, auch innerhalb unseres Namens zu bekennen. Wir verwahren uns aber gegenüber jedweder politischen oder gesellschaftlicher Festlegung auf Grund dieser Namensgebung. (siehe auch den Bericht "Von Rittern, Knappen und Fähnlein..." und der Rubrik -Berichte-)


Gerade aus dem Bewusstsein, dass freie Jugendbünde nur in einem freien Staat möglich und lebensfähig sind, sieht sich der Tomburger Ritterbund e.V. fest auf der Grundlage des demokratischen Rechtsstaates und der im Grundgesetz der Bundesrepublik verankerten Grundrechte. Radikale Strömungen gleich welcher Richtung sowie Militarismus werden abgelehnt. Der " Tomburger Ritterbund e.V. ist keine politische Vereinigung und weder politisch gebunden noch steht er einer politischen Gruppe oder Strömung nahe. Dennoch ist der Bund nicht unkritisch oder unpolitisch, sondern bietet Raum für ein vielfältiges Meinungsspektrum, für Gespräche und Diskussion.


Ziele und Wege

Die Grundlage der Arbeit unseres Bundes ist das "eigene Tun", das Kennenlernen eigener Stärken und Schwächen durch das Erlebnis des praktischen eigenen Handelns, die Förderung des naturverbundenen Lebens, die Selbstüberwindung und Selbstbeschränkung.


Der Tomburger Ritterbund e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch seine Jugendarbeit einen integrativen Beitrag zur Verwirklichung des Europagedankens zu leisten. Gemeinsame Unternehmungen mit Partnergruppen aus benachbarten europäischen Staaten sind geplant und sollen organisiert und durchgeführt werden. Gemeinsame Zeltlager, Seminare und Musikveranstaltungen sind beabsichtigt.


Für die Arbeit der einzelnen Gruppen ist der sozialerzieherische Wert hervorzuheben, der dem einfachen Fahrtenleben entspringt. Der Tomburger Ritterbund legt besonderen Wert auf die sogenannten "Wochenendfahrten", die ganzjährig ein bis zweimal im Monat durchgeführt werden sollen. Die Gruppe muß ihr Nachtlager, ihre Mahlzeiten und auch ihre Fahrtenroute selber planen und durchführen. Die Gruppe erlebt die Notwendigkeit von Teamarbeit und erkennt völlig neue Wertmaßstäbe in der Beurteilung ihrer Mitmenschen. Das Meistern von Aufgaben die sich aus dem Zusammenleben verschiedenartiger Menschen auf engstem Raum und unter einfachsten Verhältnissen ergeben, bietet mannigfältige Gelegenheit zur Selbstfindung. Es wird Gelegenheit geboten, den richtigen Umgang mit der Natur zu erlernen und sich als Bestandteil dieser Natur zu erkennen.


In den Sommerferien dient die Auslandsfahrt den Gruppen zur Erfahrung anderer Menschen und Kulturen. Es soll den Jugendlichen ein möglichst großer Weitblick und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit dem Fremdartigen und die Achtung davor vermittelt werden. Darum soll auch auf den Auslandsfahrten soweit als möglich auf allen Komfort verzichtet werden, um bei der Gestaltung des Tagesablaufes möglichst viele Berührungspunkte mit der jeweiligen einheimischen Bevölkerung zu finden. Da diese Möglichkeit bei Hotelaufenthalten sehr eingegrenzt sind, legen wir unseren Gruppen auch die Wanderfahrt nahe. Sorgfältige Vor- und Nachbearbeitung solcher Auslandsfahrten sind selbstverständlich und gehören zu den Themen der allwöchentlichen Gruppenstunden.


Wir sind überzeugt, dass nur im Bewusstsein der eigenen Wurzeln, nur beim Erleben der eigenen Identität, eine tolerante und verständnisvolle Haltung anderen Völkern und Kulturen gegenüber möglich ist. Darum betrachtet es der Tomburger Ritterbund e.V. als seine Aufgabe die Verbundenheit zur Heimat und zur heimatlichen Kultur zu vermitteln und zu fördern. Dazu gehört u.a. naturkundliches Wissen, heimatgeschichtliche Zusammenhänge, die Pflege des Brauchtum und das Volkslied.


Darüber hinaus wird generell Wert auf eigenes musisches Wirken gelegt, auf Gesang und Instrumentalmusik. Wichtigeres Ziel als künstlerische Perfektion ist hier das "eigene Tun", die Förderung der künstlerischen Impulse junger Menschen. Der Tomburger Ritterbund e.V. sieht sich nicht als Ersatz für Elternhaus oder Schule und kann und will nicht deren Erziehungsaufgaben übernehmen. Stattdessen werden Freiräume zum Erfahren, Erlernen und Erleben von menschlichen Werten geboten. Er benutzt dazu Wege, die in unserer heutigen Zeit nicht mehr allgemein üblich und eher unbequem sind, die wir aber als wesentliche Erfahrungsmöglichkeit betrachten. Der Tomburger Ritterbund e.V. versteht sich nicht als Forum für männliche/weibliche Problemstellungen sondern stellt Jungen den notwendigen Freiraum zur Erfahrung ihrer Persönlichkeit und männlichen Identität durch den Umgang mit Ihresgleichen im sportlichen Wettbewerb, im Gespräch, auf Fahrt, Lager, beim Werken und Musizieren zur Verfügung. Auch wenn der Verein nur männliche Personen offen steht sind wir der Ansicht, dass Mädchen und junge Frauen ähnliche Erlebnisfelder offen stehen sollen und einen nicht minder positiven Wert zur Entwicklung darstellen wie bei Jungen; wir halten darum guten Kontakt zu Schwesterorganisationen und bieten uns interessierten Mädchen und Frauen gerne als Vermittler an.



Organisationsform

Vereinsrechtlicher Sitz des Tomburger Ritterbundes e.V. ist Saarbrücken. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Jugendgruppenarbeit; daneben besteht eine zweite Gruppierung, der Freundschafts-u. Föderkreis. Diese Gruppe hat einen zur eigentlichen Vereinsarbeit passiven Status und steht dem Bund in seiner Jugendarbeit als Berater sowie ideeller und materieller Förderer zur Seite und bietet ein Forum für Eltern der uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen und für ältere Mitglieder, die innerhalb der Jugendarbeit keine Aufgaben wahrnehmen, sich trotzdem aber weiter dem Bund zugehörig fühlen.


Den eigentlichen Kern des Tomburger Ritterbund e.V. bilden die Jugendgruppen. Sie bestehen in der Regel aus dem Gruppenleiter und 5 - 10 Jugendlichen oder Kindern. Wir verstehen unsere Gruppen als Gemeinschaft oder Freundeskreis, weniger als Organisationsform und halten eine starre Alterstruktur, die sich am Alter und nicht am Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitglieder orientiert für unzweckmäßig. In unseren Gruppen können sich darum altersmäßige Mischungen finden, durchschnittlich zwischen 10 und 18 Jahren. Im Gegensatz zu anderen Jugendvereinen die unterschiedliche Gruppen in Stämmen oder Ringe auf Ortsebene zusammenführen, sind wir bemüht den Jugendlichen, unberücksichtigt der geografischen Vorgaben, die Gelegenheit zu geben sich in Interessengemeinschaften zusammenzufinden. Die Interessengemeinschaften sind ortsunabhängig und werden innerhalb unseres Bundes "Orden" genannt und fassen in der Regel 2 - 5 Gruppen zusammen. Es können somit also auch an einem Ort mehrere Gruppen bestehen die unterschiedlichen Orden angehören. Ein Wechsel der Mitglieder zwischen einzelnen Gruppen oder Orden ist möglich. Die Orden unterscheiden sich in der Verschiedenheit der Schwerpunkte ihrer Aktivitäten die teilweise stärker im musischen Bereich, teilweise mehr im Wandern oder in sportlicher oder handwerklicher Ausrichtung liegen. Den Gruppen oder Orden bleibt es überlassen, sich Namen zu geben und in ihrem Gemeinschaftsleben zu benutzen oder sich mit ihrer Namensgebung an die alte Wandervogelbewegung anzulehnen.


Die Gruppenleiter werden nicht von den Kindern oder Jugendlichen gewählt, sondern vom Vereinsvorstand aus den Reihen der Mitglieder mit der Gruppenarbeit beauftragt wenn dieser sich von der Eignung als Gruppenleiter überzeugt hat. Der Vorstand veranstaltet interne Gruppenleiterschulungen; darüber hinaus begrüßen wir die Teilnahme unserer Gruppenleiter an Schulungen und Seminaren öffentlicher Träger. Dem Vereinsvorstand obliegt die Beobachtung der Jugendarbeit der einzelnen Gruppen, das Einsetzen und Abberufen der Gruppenleiter von ihren Ämtern sowie die Veranstaltung und Organisation aller Vereinsaktivitäten, die den Verein als Ganzes betreffen und die Möglichkeiten einzelner Gruppen sprengen. Gewünscht ist die stete Erneuerung innerhalb des Vereins durch Gründung neuer Gruppen aus den Reihen der Mitglieder, die selbst eine Gruppe durchlaufen haben. Der Vorstand hat hier hilfreich Unterstützung zu geben und mit denjenigen Mitgliedern, die mit der Leitung einer Gruppe beauftragt sind, Ziele und Wege zu erarbeiten
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Planungen

Der Tomburger Ritterbund e.V. plant die Errichtung eines Vereinzentrums über den Pachtweg oder durch Kauf zur besseren Verwirklichung seiner Vereinsziele. Dort sollen Seminare und Schulungen stattfinden sowie eine ständige Gelegenheit zur Begegnung mit anderen Jugendgemeinschaften vorhanden sein. Das Zentrum soll allen Fahrtengemeinschaften, Pfadfindergruppen oder ähnlichen Gemeinschaften - auch Nichtmitgliedern - offen stehen und in bescheidener Form Unterkunft und Kochgelegenheit bieten. Des Weiteren sollen dort Veranstaltungen und Begegnungen mit Gruppen anderer europäischer Staaten stattfinden. Die Finanzierung von Baumaßnahmen, sowie der Unterhalt dieses Zentrums, soll zum überwiegenden Teil aus eigenen Kräften bewältigt werden, durch Eigenarbeit sowie durch freiwillige Spendenverpflichtungen aus den Reihen der Mitglieder und der Freunde des Bundes. Darüber hinaus werden öffentliche Mittel sowie Gelder aus Stiftungen benötigt. (Anmerkung: Diese Ziel ist zum größten Teil 1986 mit dem Kauf der Ruitscher Mühle erreicht worden. - Siehe auch den Bericht "Bundeszentrum Ruitscher Mühle")