Osterlager
Aus der Sicht eines Pimpfen


Mit einem bis zum Dach voll bepacktem Auto starteten wir am Karfreitag Mittag bei Heiko. Nach etwas mehr als einer halben Stunde erreichten wir den Jugendlagerplatz "Noth Gottes", den Björn als neuer Ordenskanzler organisierte. Die Kothe wurde schnell aufgebaut und dann für vier Pimpfe eingerichtet.( Björn fuhr abends nach Hause, da sein Wohlbefinden und seine Stimme stark am Absinken waren). Die Kothe war trotz der nur vier Pimpfe voll ausgefüllt, da das viele Feuerholz den übrigen freien Raum in Anspruch nahm. Das "viele" Feuerholz reichte aber nicht sehr lange - das Feuer ging zur halben Schlafzeit aus. Doch die Glut reichte aus, um Stephan den Schlafsack zu verkohlen, mit dem er die Feuerstelle für einen Moment bedeckte. Am Samstagmorgen waren Björn, Heiko und ich in Rüdesheim einkaufen, was nur wenige km vom Lagerplatz entfernt ist. Als wir vom Einkaufen auf den Lagerplatz zurück kamen, wurde eine "Wanderung" zum Niederwalddenkmal und zur nebenan liegenden Adlerwarte gemacht.

An späten Abend hat, Tobias von den Seewölfen aus Langenlohnsheim eine chaotische Nachtwanderung zu einer Burg geführt, von der nur noch der Keller mit dem "Schatz und dessen Fluch erhalten war". Am Ostersonntag begann um 15.00 Uhr der Sängerwettstreit, bei dem unser Fähnlein, die Halunken aus Taunusstein, wie schon gewohnt den letzten Platz erreichte, was bei dem darauffolgendem Kochwettstreit genauso war. Abends am Ordensfeuer wurde das "Probefähnlein" von Lato ausgerufen (Latos Gang) und es wurden diesem schon ein paar Halstücher verliehen, was die junge Gruppe motivieren und zusammenhalten soll. Thomas aus unserem Fähnlein wurde das langersehnte Barett verliehen und es wurden die Ergebnisse der Wettstreite bekanntgegeben.

Der Ostermontag war dann wirklich wettermäßig das Pünktchen auf dem i. Es schneite und hagelte derart, daß die Kothe weiß wurde und das Abbauen entsprechend zur Qual.

Der Heimweg mit Thomas, Björn und mir (Heiko und Stephan warteten auf dem Lagerplatz auf Björn, der sie später noch für ein paar Tage auf die Mühle fuhr) war wirklich eine Nervensache für Björn, denn es gab oft Probleme mit dem An - und Bergauffahren auf der mit Schnee und dessen Matsch vollkommen überzogenen Fahrbahn. Nach ca. zwei Stunden (normalerweise eine halbe Stunde Fahrt) sind wir wie nach bisher jeder Fahrt gesund und trotz Allem noch munter heimgekehrt.

Florian Manthey
Fähnlein Halunken, Taunusstein